Berlin für wenig Geld – © Allzweckjack / Photocase.com
Insider-Tipps und attraktive Angebote für Low-Budget-Reisende
Überraschend preisgünstig – das ist Berlin. Im Wettstreit der Metropolen profiliert sich die deutsche Hauptstadt als hipp mit exzellentem Preis-Leistungsverhältnis. Für aufregend vielfältige Tage in City West und City Ost brauchen Besucher aus aller Welt nicht zwangsläufig tief in die Tasche zu greifen. Auch mit schmalem Reisebudget lässt sich eine Menge erleben: Museum, Theater, Oper, Konzert, Club, Cocktail oder Drei-Gänge-Menü gibt es klassisch und günstig. Einhelliges Fazit vieler Weltenbummler, Städtefreaks und Schulklassen: Nach Berlin zu fahren und im Rhythmus des Hotspots mitzuschwingen kostet nicht die Welt, die Erinnerungen hingegen sind unbezahlbar!
Anreise und Unterkunft trendig und günstig
Eine Möglichkeit, preisgünstig nach Berlin zu reisen, ist per Bus. Seitdem das Fernbusnetz 2012 deutschlandweit freigegeben wurde, tobt unter konkurrierenden Anbietern ein harter Preiskampf. Der Zentrale Omnibusbahnhof ZOB an der Messe in Charlottenburg sowie weitere Haltepunkte werden im Liniendienst rege angefahren. Im Bus sitzen nicht nur junge Leute aus aller Welt, die über die Autobahn anreisen. Die bunte Mischung macht aus Fernbusfahrten schon ein Reiseerlebnis. Etabliert und Wachstumstreiber des Berlin-Tourismus sind diverse Billig-Flüge nationaler und internationaler Airlines, die die beiden Berliner Flughäfen Tegel (TXL) und Schönefeld (SXF) von überall anfliegen. Für den neuen Großflughafen BER ist ein eigenes Lowcost-Terminal konzipiert worden. Mit dem „Dauer Spezial“ –Ticket ab 29 Euro auf allen Strecken in Deutschland bietet auch die Deutsche Bahn als dritter Verkehrsträger eine preisgünstige Anfahrt auf der Schiene. Zudem gibt es Bahnhit-Specials zu ausgewählten Terminen. Für Spontan-Entschlossene sind Mitfahrgelegenheiten eine weitere Alternative. www.mitfahrzentrale.de
Eine neue Dimension zwischen Herberge und Hotel – zu durchaus fairen Preisen – hat den Berlin-Tourismus erobert. Die Zahl der Hostels steigt rasant. Große Ketten wie Ibis betreiben ihre Häuser an zentralen Orten und sind gut an das öffentliche Verkehrsnetz angeschlossen. Wer bei Hostels an Schulklassen, Doppelstockbetten und Etagendusche denkt, kennt Berlins trendige Unterkünfte noch nicht: Umweltschonend campen, ohne dabei auf ein kuscheliges Bett oder elektrisches Licht zu verzichten? Der Scube Park im Columbiabad Neukölln macht genau das möglich. Auf einer 2000 m² großen Wiese stehen 40 möblierte Holzhäuschen. Jeder der quadratischen Scubes bietet Platz für bis zu vier Personen und ist das ganze Jahr über bewohnbar. Das Schwimmbad Columbiadamm oder die weitläufige Parkanlage des ehemaligen Flughafens Tempelhof sorgen ganz in der Nähe für erfrischende Abwechslung. Übernachten auf dem Gelände einer ehemaligen Bierbrauerei und eine kleine Idylle mit einem hippen Garten bietet das Pfefferbett Hostel. Das Hostel verbindet junges Innendesign mit der 150 Jahre alten Industriearchitektur einer ehemaligen Brauerei in Berlins beliebtem Szeneviertel Prenzlauer Berg – ein einzigartiges Berlin-Erlebnis. Auch sehr modern ist das Generator Hostel, das zentral in der Oranienburger Straße liegt, und Zimmer für 2-8 Personen bis zu Schlafsälen für 6-8 Personen bietet. Der Industriepalast macht seinem Namen alle Ehre. In dem roten Backsteingemäuer unweit der East Side Gallery stecken über 100 Jahre Berliner Geschichte, die sich mit dem Stimmgewirr junger Berlin-Besucher aus aller Welt mischen. Lebendige Treffpunkte im Haus sind die geräumige Lobby mit Bar, Kicker und Billard, die Gästeküche, der Gewölbekeller mit Tischtennisplatte oder die Freiluftterrasse. Hostels werden nicht nur von Weltenbummlern, sondern auch von jungen Familien, Städte- und Geschäftsreisenden gern gebucht. www.visitberlin.de/de/artikel/hostels-in-berlin
In Ambiente und gutem Service stehen kleinere Hostels den großen Ketten meist nicht nach. Im Ostel am Ostbahnhof sind die Zimmer nicht nur attraktiv günstig, sondern als Zeitreise in die ehemalige DDR auch originell. Ob im Pionierlager, in der Plattenbauwohnung oder in der Stasi-Suite, je nach Reisebudget können verschiedene Themenräume mit original ostdeutschem Mobiliar gebucht werden. An der Oberbaumbrücke, die im ehemaligen Grenzgebiet die Szenebezirke Friedrichshain und Kreuzberg miteinander verbindet, ankern zwei Hostel-Boote auf der Spree – das Western und das Eastern Comfort Hostelboat mit Deck-Lounge. Letzteres gestattet seinen Gästen, in den Sommermonaten im Zelt auf dem oberen Deck zu campieren.
Berlin entdecken mit wenig Geld
Freie Fahrt in allen öffentlichen Verkehrsmitteln und Ermäßigungen bis zu 50 Prozent bei über 200 touristischen und kulturellen Attraktionen – die Berlin WelcomeCard zum Schnäppchenpreis ab 18,50 Euro ist ein optimaler Begleiter für Erlebnistouren durch die deutsche Hauptstadt. Berlin-Besucher können zwischen acht verschiedenen Varianten wählen. Das Städte-Ticket gibt es wahlweise für 48 oder 72 Stunden sowie für fünf Tage, jeweils für zwei Tarifbereiche: Der eine deckt Berlins City ab (Tarifbereich AB), der andere schließt Potsdam ein (Tarifbereich ABC). Die Innenstadt verfügt über ein dichtes Nahverkehrsnetz, das zu jeder Tages- und Nachtzeit uneingeschränkte Mobilität mit Bus und Bahn ermöglicht. Weitere Informationen zu Ticketvarianten und Partnern gibt es unter www.berlin-welcomecard.de. Die für mobile Endgeräte optimierte Seite empfiehlt sich als informativer Begleiter für unterwegs.
Unkompliziert können sich mit der Berlin WelcomeCard Stadtrundfahrten ohne Aufpreis unternommen werden, denn mit Bus und Bahn lassen sich touristische Highlights Berlins bequem entdecken. Auf ihren Routen passieren die gelben BVG-Busse der Linien 100 und 200 von Alexanderplatz in City Ost bis zum Bahnhof Zoo in City West und umgekehrt die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Die Linie 100 fährt nördlich des Tiergartens an Reichstag, Schloss Bellevue und Siegessäule vorbei. Der 200er Bus durchquert das Botschaftsviertel südlich des Tiergartens und den Potsdamer Platz. Hop on und Hop off entscheiden die Fahrgäste dann selbst. Auch Berlin-Ausflüge auf dem Wasser lassen sich mit der Berlin WelcomeCard unternehmen. Die Fähre F10 legt ganzjährig in Alt-Kladow ab und schippert über die Havel bis zum Großen Wannsee. Von dort setzt eine andere Fähre zur nahegelegenen Pfaueninsel über. Das romantische Schloss und sein Park ziehen auch Berliner an. Ab Bahnhof Wannsee geht es mit der S-Bahn auch schnell wieder zurück in die Innenstadt.
Für alle, die sich gern bewegen, ist Fahrrad fahren eine preiswerte und zeitsparende Alternative. Wer in Berlin mit dem Rad unterwegs ist, ist oft schneller am Ziel und befindet sich in Gesellschaft. Immer mehr Berliner und Berlin-Besucher bevorzugen das Fahrrad als Verkehrsmittel. Zwar liegt Kopenhagen weit vorn in seinen Anstrengungen, Fahrrad-Weltstadt zu werden, doch Berlin erweist sich als fahrradfreundlich mit in großen Teilen ausgebautem Radwegenetz. Beim Fahrrad-Sightseeing können Halt und Pausen selbst bestimmt werden, ein Parkplatz in unmittelbarer Nähe der Sehenswürdigkeiten findet sich immer. Die Entfernungen sind kurz, und wer mag, lässt sich treiben, taucht ein und nimmt hier und dort einen Abstecher mit. Und wo, wenn nicht in Berlin, gibt es eine Radtour auf dem Mauerstreifen entlang der Grenze, die die Stadt 45 Jahre teilte? Viele Hostels verleihen Fahrräder. Weitere Verleihstationen und Anbieter geführter Fahrradtouren sind auf www.fahrrad.visitBerlin.de aufgeführt. Spontan aufs Rad wechseln können Berlin-Besucher mit der Call a Bike-Option der Deutschen Bahn. Die DB-Räder stehen an größeren Bahnhöfen und Kreuzungen bereit und können nach Registrierung jederzeit per App oder Telefonanruf für 8 Cent pro Minute gemietet werden.
Wahrzeichen mit kostenfreiem Eintritt
Ob Brandenburger Tor, Potsdamer Platz oder Checkpoint Charlie – Berlins Geschichte ist für jedermann zugänglich. Mit der East Side Gallery zwischen Ostbahnhof und Warschauer Straße bewahrt Berlin ein Stück Mauergeschichte. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Mauerfalls wurde das bei Touristen begehrte Wahrzeichen 2009 komplett saniert. Auf der 1,3 Kilometer langen Mauergalerie haben 87 der ursprünglich 118 Künstler ihre Werke erneuert. Diese hatten durch Graffiti und Witterung im Laufe der letzten Jahre gelitten. Auch Mauerspechte setzten der East Side Gallery durch das Abschlagen von Mauerstücken als Souvenir zu.
Bei vielen touristischen Attraktionen ist nicht nur der Blick von außen, sondern auch der Eintritt kostenfrei. Zu ihnen gehört die Reichstagskuppel – eine der meist besuchten Sehenswürdigkeiten Berlins. Die von Stararchitekt Norman Foster geschaffene gläserne Kuppel schenkt Besuchern einen fantastischen Rundumblick. Eine Besichtigung ist nur mit vorheriger Anmeldung möglich – online oder für Kurzentschlossene in der Serviceaußenstelle des Besucherdienstes.
Ganz in der Nähe liegt das Holocaust-Mahnmal, das besonders internationale Gäste anzieht. Das Stehlen-Feld kann inklusive der unterirdischen Ausstellung kostenlos besichtigt werden. Berlins berühmte Hinterhof-Architektur in ihrer schönsten Ausführung lässt sich u.a. in den Hackeschen Höfen bewundern – Schaufenster-Shopping eingeschlossen. Auch ein Besuch der Gedächtniskirche mit Gedenkhalle – als Wahrzeichen der City-West von Berlinern liebevoll Lippenstift und Puderdose genannt – sowie in dem 1943 bei einem Bombenangriff halb zerstörten, alten Glockenturm sind gratis. Gleiches gilt für die Ausstellungen im Säulensaal des Roten Rathauses, dem Amtssitz des Regierenden Bürgermeisters nahe Alexanderplatz und Nicolai-Viertel.
Atemberaubende Aussichten
Neben der Reichstagskuppel gibt es noch weitere Orte, die Berlin-Besuchern kostenlos traumhafte Aussichten auf die Stadt bieten. Das von Karl Friedrich Schinkel entworfene, 1821 eingeweihte Nationaldenkmal im Viktoria-Park ermöglicht einen sagenhaften Blick auf die Stadt. Wunderbare Berlin-Panoramen eröffnen sich Gästen auch von der Behmstraßenbrücke in Prenzlauer Berg, der Elsenbrücke in Treptow sowie von Oberbaumbrücke oder Modersohnbrücke in Friedrichshain.
Wer Sightseeing mit Berlins Nachtleben kombinieren möchte, geht über den Dächern der Hauptstadt tanzen. Das 40seconds gegenüber der Neuen Nationalgalerie in der Potsdamer Straße kostet Eintritt, garantiert zu guter Musik und Drinks aber faszinierende Ausblicke auf das nächtliche Berlin. Auch aus den Panoramafenstern der Puro Skylounge im 20. Stock des Europa-Centers an der Gedächtniskirche hat man einen 360°-Rundumblick über die Stadt und die wieder angesagte City West. Aussicht ohne Eintritt gibt es in der Solar Skylounge am Anhalter Bahnhof oder auf dem Deck 5 in Prenzlauer Berg: Berlins höchste Strandbar auf dem Freideck des Parkhauses der Schönhauser Allee Arcaden kommt ohne Wasser, dafür mit Sonnenuntergang über dem nahegelegenen Mauerpark aus.
Überhaupt steigt Berlins Partyvolk gern aufs Dach. Regelmäßig finden in Mitte, Prenzlauer Berg oder Friedrichshain mehr oder weniger offizielle Feiern auf Flachdächern von Altbauten statt. Im Rahmen der Berlin Music Week wurde 2012 das erste „Auf-den-Dächern-Festival“ veranstaltet, im September vorigen Jahres folgte das zweite. Künftig wird es jedes Jahr im September während der für die Musikszene wichtigen Berlin Music Week stattfinden. Einziges Manko: Der Zugang zu den Konzerten mit bester Aussicht ist kostenlos, aber vom Platz begrenzt.
Geschichte – abwechslungsreich und umsonst
Kenner schätzen Berlins Museumsangebot als abwechslungsreich und kostengünstig. In zahlreichen Berliner Gedenkstätten, in den Regionalmuseen der Stadtteile und in der Naturwissenschaftlichen Sammlung ist der Eintritt generell frei. Auch manches historische Museum öffnet seine Dauerausstellung kostenlos. So dokumentiert das Alliiertenmuseum in Berlin-Zehlendorf die Rolle der Westmächte in der Nachkriegszeit, der Deutsche Dom am Gendarmenmarkt die historische Entwicklung des liberalen parlamentarischen Systems in Deutschland. Das deutsch-russische Museum erinnert an den deutsch-sowjetischen Krieg 1941-1945. Zum Anti-Kriegs-Museum gehört ein Original-Luftschutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg.
Mit über 900.000 Besuchern jährlich gehört die Topographie des Terrors zu den meist besuchten Erinnerungsorten in Berlin. Die Open-Air-Dokumentation veranschaulicht die Dimensionen der NS-Schreckensherrschaft dort, wo sich während des Dritten Reiches die Kommandozentralen von Gestapo, SA und SS befanden. Im Mai 2010 wurde das neue Dokumentationszentrum mit zusätzlichen Ausstellungsflächen, Bibliothek und Konferenzräumen eröffnet. Ebenfalls am historischen Ort im Bendler Block in Berlin-Mitte informiert die Gedenkstätte des Deutschen Widerstandes über das mutige Wirken gegen den Nationalsozialismus. Mauerreste stehen an der Bernauer Straße; in der dazugehörigen Gedenkstätte können sich Berlin-Besucher ein Bild der ehemaligen Grenzanlagen und der Teilung der Stadt machen. Die Erinnerung an das erste Opfer gezielter Schüsse an der Grenze zwischen West- und Ost-Berlin hält die Gedenkstätte Günter Litfin wach.
Kunsthauptstadt – kostenlos…
Kostenloser Zugang zu Kunst gehört in Berlin zur Kulturförderung. Die Liste der über 60 Museen und Ausstellungen, zu denen der Eintritt generell frei ist, reicht von A bis Z, von Abguss-Sammlung Antiker Plastik bis Zweiradmuseum. Einige Beispiele: Im Kunstraum Kreuzberg/ Bethanien wird zeitgenössische Kunst in Gruppen- und Themenausstellungen präsentiert. Das Haus legt großen Wert auf eine „offensive kulturelle Bildung“ und gewährt daher freien Eintritt. Auch die Ausstellungen des Mies van der Rohe Haus können frei besucht werden.
Fast 40 Berliner Museen und Ausstellungen gewähren Kindern und Jugendlichen freien Eintritt. Die Altersgrenze ist unterschiedlich festgelegt. Die Staatlichen Museen Berlin, zu denen auch die Welterbestätte Museumsinsel Berlin gehört, verlangen von jungen Besuchern erst Eintritt, wenn sie volljährig sind. Mit ihren 15 Sammlungen und etwa 4,7 Millionen Objekten aus Kunst, Archäologie und Ethnologie zählen sie weltweit zu den größten Universalmuseen.
Andere Museen gewähren Erwachsenen an bestimmten Tagen freien Eintritt. Die Akademie der Künste lädt jeden ersten Sonntag des Monats zu wechselnden Ausstellungen. An jedem ersten Mittwoch im Monat beispielsweise sind die Eintritte frei im Bröhan-Museum in Charlottenburg, einem international ausgerichteten Spezial – und Epochenmuseum für Jugendstil, Art Deco und Funktionalismus, im Märkischen Museum, in dem Besucher die Geschichte Berlins von der Ur- und Frühgeschichte bis zur Gegenwart nachvollziehen können und im Ephraim Palais. Das wieder aufgebaute Rokoko-Palais zeigt wechselnde Ausstellungen zur Berliner Kunst- und Kulturgeschichte. Es besitzt auch die Graphische Sammlung der Stiftung Stadtmuseum Berlin. Im Anschluss an den Besuch bietet sich ein Bummel durch das Nikolaiviertel an.
Berlin ist zur deutschen Kunsthauptstadt avanciert: Über 400 namhafte Galerien und ausgefallene Ausstellungsräume haben sich zu attraktiven Kunstvierteln zusammengeschlossen, beispielsweise im Bezirk Mitte rund um die Auguststraße und im Tiergarten entlang der Potsdamer Straße. International einen Namen gemacht hat sich die Berliner Street Art. Sie bringt Kunst für jedermann sichtbar auf die Straße. Epizentrum der Urban Art sind die Häuserwände in Kreuzberg.
… oder kostengünstig
Zum Sonderpreis in 60 Berliner Museen und Sammlungen: An drei aufeinander folgenden Tagen ermöglicht der „Museumspass Berlin“ zum Preis von 24 Euro (ermäßigt 12 Euro) Berlin-Besuchern einen mehr oder weniger ausgiebigen Museums-Marathon. Die Drei-Tage-Karte wird in den Berlin Tourist Infos sowie in allen beteiligten Museen verkauft. Es gibt sie auch in Kombination mit der Berlin WelcomeCard zum Sonderpreis ab 38,50 Euro – allerdings mit Einschränkungen: Es können nur die fünf Museen auf der Museumsinsel besucht werden.
Ein andere Preiskombination offerieren das Jüdische Museum Berlin und die Berlinische Galerie: Bei Vorlage der Eintrittskarte des einen gewährt das andere Haus am Tag des Kaufs und an den zwei folgenden Tagen ermäßigten Eintritt. Nach dem Motto „1=2“ handeln Deutsches Technikmuseum und Naturkundemuseum. Der Erwerb einer Eintrittskarte für eines der größten Technikmuseen Europas gewährt einer Begleitperson später freien Eintritt im Naturkundemuseum - und umgekehrt.
Über hundert Museen und Ausstellungsorte in einer Nacht: 1997 wurde in Berlin erstmals die Idee der Museums-Nacht umgesetzt. Seither laden mit wachsender Zahl und wechselnden Programmen zweimal jährlich die berühmten Häuser und die „Geheimtipps“ mit Sonderöffnungszeiten zur Langen Nacht der Museen. Über 100 Städte in aller Welt exportieren die Berliner Idee. Im Jahr 2014 findet die Lange Nacht der Museen zum ersten Male nur einmal statt am Vorabend des Internationalen Museumstages im Mai. Am Wochenende 17./18. Mai wird sich Berlins Museumslandschaft in Szene setzen. Am 17. Mai öffnen über hundert Berliner Museen und Ausstellungsorte von 18 bis zwei Uhr nachts. Sie laden auch Berlin-Besucher ein, Ausstellungen, Sammlungen und Installationen in abendlicher Atmosphäre mit Lesungen, Konzerten und Theaterstücken zu erleben, die die Häuser im Rahmen der Museums-Nacht veranstalten. Ein Kombiticket zum Preis von 18 Euro (ermäßigt 12 Euro) gilt an beiden Tagen in allen teilnehmenden Häusern. Es schließt Fahrten mit Shuttlebussen und öffentlichen Verkehrsmitteln ein.
Längst hat die Lange Nacht der Museen Geschwister bekommen. Inzwischen arrangieren in Berlin zahlreiche Akteure „lange Nächte“: die Lange Nacht der Wissenschaften (10. Mai 2014), die Lange Nacht der Familien (24. Mai), die Lange Nacht der Religionen (6. September), der Museen, der Industrie, eine Lange Buchnacht, eine Lange Nacht der Bilder.
Konzerte, Theater und Veranstaltungen für wenig Geld
Kostenloser Musikgenuss auf höchstem Niveau: Wer gerne klassische Musik hört und standfest ist, hat jeden Dienstag (außer in der Sommerpause vom 1. Juni bis 21. August) Gelegenheit, um 13 Uhr zu den Lunch-Konzerten der Berliner Philharmoniker zu gehen. Bei freiem Eintritt spielen Berlins beste Musiker sowie Stipendiaten der Orchester-Akademie und Studierende der Berliner Musikhochschulen im Foyer der Berliner Philharmonie ca. eine Dreiviertelstunde lang erstklassige Kammermusik. Sitzplätze gibt es nur für Schwerbehinderte, ein Essen zu erschwinglichen Preisen für jedermann.
„Staatsoper für alle“ heißt das Motto, das bis zu 60.000 Besucher anzieht. Seit 2007 veranstaltet die Staatsoper Berlin jedes Jahr zum Saisonauftakt ein kostenloses Open-Air-Konzert. In diesem Jahr spielen Daniel Barenboim und die Staatskapelle am 1. Juni um 13 Uhr live auf dem Bebelplatz.
Lastminute für spontane und kostengünstige Abendgestaltung: Für ausgewählte Veranstaltungen können je nach Verfügbarkeit noch am Veranstaltungstag Karten mit einer Ermäßigung von bis zu 50 Prozent auf den ursprünglichen Ticketpreis bei den Berlin Tourist Infos gebucht werden. Weitere Lastminute-Angebote von mehr als 200 Veranstaltern sind im Internet oder bei den Hekticket-Verkaufsschaltern am Zoologischen Garten und am Alexanderplatz aufzuspüren.
Unterhaltung zum Nulltarif: Die Online-Eventkalender von www.gratis-in-berlin.de und www.berlin.eintritt-frei.org führen vor, dass gute Unterhaltung in der Hauptstadt nicht viel kosten muss. Die Internetportale informieren über Konzerte, offene Bühnen, Ausstellungen und weitere gewöhnliche oder außergewöhnliche Events in Berlin, die nichts kosten.
In den Sommermonaten punktet Berlin mit zahlreichen Straßenfesten und abwechslungsreichem Festivalprogramm. Ob am Pfingstwochenende beim Karneval der Kulturen, dem Straßentheaterfestival Berlin lacht! am Mariannenplatz, dem Bergmannstraßenfest in Kreuzberg, 48 Stunden Neukölln oder bei der Fête de la Musique, bei der es jedes Jahr am 21. Juni in der ganzen Stadt kostenlose Konzerte gibt – wer das bunte Treiben auf den Straßen der Hauptstadt erleben und mitfeiern möchte, kann das mit wenig Geld. Den Spaß an Berlins kultureller, künstlerischer und musikalischer Vielfalt gibt es frei Haus, lediglich für die Verpflegung muss gesorgt werden.
Licht-Spektakel im Oktober: Spektakuläre Akzente setzt Berlin beim Festival of Lights und Berlin leuchtet. Zwei Wochen lang erstrahlen 60 Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt in besonderem Licht. Einzigartige Illuminationen und kunstvolle Projektionen auf den historischen Wahrzeichen wie Brandenburger Tor oder Berliner Dom verzaubern alljährlich bei einem der größten Illuminationsfestivals der Welt Berliner und Berlin-Besucher.
Von seiner sportlichen Seite zeigt sich Berlin bei verschiedenen Großevents im Jahr. Schon Tradition ist die Fanmeile, wie sie bei Fußballgroßereignissen eingerichtet wird – zuletzt während der Fußball-Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine. Auch zur FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien wird eine Fanmeile zum nächtlichen Public Viewing locken. Aber nicht nur zur EM oder WM ist gemeinsames Fussball-Gucken angesagt: Viele Kneipen und Bars übertragen kostenlos Bundesliga, Championsleague und Europa League.
Der Berlin Marathon im September zählt zu den bekanntesten Sportveranstaltungen in der Hauptstadt. Er führt mitten durch die Stadt, Zuschauen kostet nichts, gute Volksfest-Stimmung ist garantiert. Eine Million Zuschauer säumen die Rennstrecke, und jeden Kilometer spornt eine andere Musikgruppe die Läufer an.
Sparer-Tipps zum Shoppen …
Schaufensterbummel machen Spaß und sehnsüchtig. Lustvoller für sparsame Urlauber ist ein Streifzug über einen der Berliner Flohmärkte, bei dem die Reisekasse geschont werden kann. Mode, Accessoires, Antiquitäten und jede Menge Nippes gibt es auf den Flohmärkten am Mauerpark in Prenzlauer Berg, am Boxhagener Platz in Friedrichshain, am Arkonaplatz in Mitte, am Fehrbelliner Platz in Wilmersdorf oder an der Straße des 17. Juni in Tiergarten. Buchstäblich auf ihre Kosten kommen Schnäppchenjäger auch in einem der zahlreichen Secondhandläden zum Beispiel im Bergmannstraßenkiez in Kreuzberg. Im großen Secondhand-Kleidermarkt Colours in der Bergmannstraße, im Made in Berlin in der Friedrichstraße und in der Neuen Schönhauer Straße oder in der Garage Berlin in der Ahornstraße wird Secondhand-Mode zum Kilopreis gehandelt - dienstags und mittwochs zu Happy Hour-Zeiten mit Rabatten bis zu 30 Prozent.
Eine Philosophie der Nachhaltigkeit vertreten Berlins Umsonstläden. In Friedrichshain lädt der Schenkladen Systemfehler zum Stöbern, Tauschen und Mitnehmen ein. Vor allem Bücher, aussortierte Kleider und Mobiliar sind hier zu finden. Nach gleichem Prinzip funktionieren die Giveboxes: Nach dem Motto „Sharing is caring“ wird an vier Standorten in Mitte, Prenzlauer Berg, Kreuzberg und Neukölln einfach Altes abgegeben und Neues mitgenommen. An der Sredzkistraße/Ecke Kollwitzstraße in Prenzlauer Berg steht der Bücherwald. In eigens bearbeiteten Baumstämmen können Bücher hinterlegt, getauscht und mitgenommen werden. Bis zu 100 Werke finden hier Platz und auch sicher neue, temporäre Besitzer.
… zum Essen …
Günstig und gut zu essen ist in Berlin kein Problem. Schnelle Snacks wie Döner, Falafel, Pizza oder Currywurst kosten im Schnitt 2,50 Euro. Die besten Currywürste Berlins gibt es bei Konnopke in Prenzlauer Berg (Schönhauser Allee 44a, Filiale in der Romain-Rolland-Straße 16 in Pankow) oder bei Curry 36 in Kreuzberg (Mehringdamm 36). Direkt gegenüber liegt Mustafas beliebter Gemüsekebap-Stand – zu erkennen an der lange Schlange hungriger Großstädter auf dem Bürgersteig.
Darüber hinaus bietet Berlin eine Vielzahl an Restaurants mit Spezialitäten aus aller Welt zu angemessenen Preisen. Empfehlenswert ist es, Cafés und Restaurants in den kleineren Seitenstraßen zu besuchen. Auch ein Blick auf die Mittagskarte kann sich lohnen. Viele Restaurants bieten kostengünstige Menüs ab 5 Euro zum Business-Lunch. Regionale Küche und erfreulich niedrige Preise bieten die Kantine Neun in Kreuzberg (Eisenbahnstraße 42/43) oder die Repke Spätzlerei am Savignyplatz in Charlottenburg. Im Bistro Nord Sud in Mitte (Auguststraße 87). gibt es das französische Drei-Gänge-Menü für 7,50 Euro. Große Portionen zu niedrigen Preisen bekommen hungrige Hauptstadtbewohner und -besucher in der Raststätte Gnadenbrot in Schöneberg (Martin-Luther-Str. 20a). Das Prozedere ist originell: Wenn das Essen fertig ist, blinkt und piept der Bierdeckelhalter.
Am Wochenende laden viele der Cafés in den Szenebezirken Prenzlauer Berg, Friedrichshain und Kreuzberg zum großen Brunch. Für rund 8 Euro kann man essen, so viel man will und spart sich so das Mittagessen. Im Bandito Rosso in Prenzlauer Berg (Lottumstraße 10a) wird einmal im Monat veganer Brunch aufgetischt. Wer selbst etwas beisteuert, isst dafür sogar umsonst. Ähnlich läuft es bei den Berliner Volxküchen ab: Mehrmals in der Woche wird in verschiedenen Locations gemeinsam vegan gekocht und gespeist. Zu entrichten ist dabei nur der Selbstkostenpreis. www.berlin-vegan.de
Gutes Essen und leckere Happy Hour-Cocktails ab 3,50 Euro gibt es abends in den bekannten Ausgehmeilen Simon-Dach-Straße (Friedrichshain), Oranien-, Wiener- und Schlesische Straße (Kreuzberg), Kastanienallee und zwischen Helmholtz- und Kollwitzplatz (Prenzlauer Berg) oder in der Oranienburger -, Tucholsky- und Auguststraße (Mitte).
… und zum Ausgehen
Wer sparsam ist, braucht auf den Spaß nicht zu verzichten. Wem die schmale Reisekasse keine großen Sprünge in Berlins angesagten Clubs erlaubt, bieten die zahlreichen kleineren Bars in den Szenebezirken eine kostengünstige Möglichkeit, sich beim Tanzen auszutoben. An den Wochenenden legen in vielen der kleineren Clubs und Locations wie dem Süss war gestern in Friedrichshain (Wühlischstraße 43), im Farbfernseher (Skalitzer Straße 114), im Hotel (Mariannenstraße 26) oder im Club der Visionäre in Kreuzberg DJs auf. Zu späterer Stunde wird direkt vor den Mischpults die Tanzfläche eröffnet. Häufig ist die musikalische Unterhaltung gratis, in manchen Bars bezahlt man bei der Bestellung des ersten Drinks einen kleinen Obolus für den DJ.
Zu kostenlosen Konzerten laden der Froschkönig in Neukölln (Weisestraße 7) oder das Café Mukkefukk in Kreuzberg (Wrangelstraße 95) mit seinem benachbarten Plattenladen . Eine Menge Spaß bringt es auch, selbst für gute musikalische Unterhaltung zu sorgen. Jam-Sessions, Open-Mics und freie Bühnen wie im „Al Hamra“ in Prenzlauer Berg (Raumerstraße 16) oder im „Madame Claude“ in Kreuzberg (Lübbener Straße 19)kosten nichts und sorgen für gute Unterhaltung vor oder von der Bühne.
Ein ganz besonderer und zudem kostenloser Wochenendspaß ist die Bearpit Karaoke-Show im Mauerpark. Jeden Sonntag ab circa 15 Uhr, wenn der gebürtige Ire Joe Hatchiban sein Fahrrad auf der kleinen Bühne des Amphitheaters parkt und seine mobile Karaokestation unter dem bunten Sonnenschirm aufbaut, versammeln sich hunderte Menschen auf den Rängen und warten gespannt auf den nächsten Freiwilligen, der sich ans Mikrofon wagt. Verpatzte Einsätze, schiefe Töne und peinliche Tanzeinlagen werden vom Publikum mit lautem Jubel und tosendem Applaus belohnt. Gewinner gibt es keinen, dafür wird auch niemand ausgebuht. Bei Berlins schrägster Karaoke-Party unter freiem Himmel steht der Spaß im Vordergrund.
Mehr Informationen: visitBerlin.de
Quelle und Text: visitberlin - Presse